Weisheitszähne aus ganzheitlicher Sicht

Weisheitszähne sind die achten Zähne ab der vertikalen Mittellinie im menschlichen Gebiss. Daher verwenden wir Zahnärzte häufig den Begriff „Achter“. Weisheitszähne entwickeln sich erst spät und brechen bei den meisten Menschen auch erst im Erwachsenenalter oder auch gar nicht durch.

Dieser späte Durchbruch resultiert aus der Verkümmerung dieser Zähne im Laufe der menschlichen Evolution. Brauchten die Urmenschen noch viele Zähne, um rohe Nahrung ausreichend zerkleinern zu können, so führte die Möglichkeit des Kochens nach und nach zur Aufnahme weicherer Nahrung. Die Zähne verkümmerten. Aber nicht nur die Zähne veränderten sich, auch der menschliche Unterkiefer wurde zunehmend kleiner.

Dieses hat die Folge, dass es bei den oberen Weisheitszähnen in der Regel weniger Probleme gibt als bei den unteren. Diese unteren
Weisheitszähne finden oft dann keinen Platz mehr oder Ihnen fehlt der Gegenspieler im oberen Zahnbereich, so dass der untere Weisheitszahn auf einen anderen Backenzahn des Gegenkiefers stößt. Dieses „Gleithindernis“ kann zu Zahnschäden, nächtlichem Zähneknirschen (Bruxismus) und auch zu Kiefergelenksbeschwerden führen. Hier ist dann eine Behandlung unabdingbar.

Man sollte aber die Weisheitszähne nicht nur unter diesem eher „technischen“ Aspekt sehen, sondern beachten, das aus ganzheitlicher Sicht der Akupunkturlehre, die Weisheitszähne in einer engen Verknüpfung mit Niere, Nebenniere, Herz, Kreislauf, Nervensystem, Innenohr und Energiehaushalt des Menschen stehen. Deshalb sprechen wir Ganzheitszahnärzte oft auch vom „Energiezentrum des Menschen“.

Weisheitszähne und deren Bezugsorgane

Die Entfernung der Weisheitszähne, speziell der unteren Zähne, kann damit zu einer Minderfunktion insbesondere der Nebenniere führen, die ihrerseits für die Produktion von Cortisol zuständig ist. Dies kann schließlich Immunerkrankungen, Asthma etc. zur Folge haben. Nicht zu übersehen: Verlagerte Weisheitszähne stellen oftmals ein Störfeld dar.

Fazit: Es sollte vornehmlich versucht werden, insbesondere vor Abschluss des Wachstumsalters, die Weisheitszähne orthograd einzustellen, damit diese nicht später sich zu einem Herdgeschehen entwickeln und damit natürlich auch das Immunsystem schwächen können.